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  • Bastian Schmidt

Warum Untreue so in Mode ist

„Mein eigenes Bett kenne ich schon gut genug“ – so wirbt derzeit eine von Deutschlands großen Dating-Plattformen für „unkomplizierte“ und „leidenschaftliche“ Begegnungen. Doch was sagt es über eine Gesellschaft aus, wenn uns suggeriert wird, dass allein die hohe Anzahl sexueller Kontakte erstrebenswert und Sexpartner leicht zu haben seien. Mal wieder erlebe ich in solchen Momenten plakative Beispiele dafür, wie sich unsere Rollen in der Gesellschaft verändern (nicht zum Guten wohlgemerkt). Und wie sehr Werbeaussagen wie diese noch immer ein komplett veraltetes Bild von Mann-Sein nähren.


Höher, schneller, weiter. Wir leben in einer Zeit, die Konsum auf jeder Ebene fördert und uns überall mit Angeboten lockt, wie wir dieses Ziel vermeintlich easy erreichen können. Kein Wunder, dass das auch auf das Thema Beziehung und Partnerschaft abzielt. Und gerade wir Männer sind so sehr auf Leistungsdenken programmiert, dass wir stets nach neuen Reizen suchen, um unseren Selbstwert zu nähren.


Dabei ist es ein Widerspruch in sich, „Selbst“bestätigung im Außen zu suchen. Wir haben uns so sehr verloren, den Kontakt zu unserem wahren Mann-Sein so sehr abgeschnitten, dass wir Trugbildern im Außen nur allzu gern hinterherlaufen. Und für eine Zeit lang mag das verlockend sein. Bis wir spüren, dass die Leere ins uns, mit der wir uns abzulenken versuchen, nicht mit Anreizen im Außen zu befriedigen ist. Und sich – egal wie sehr wir nach Antworten, Ablenkungen und Bestätigung suchen – wahre Fülle nicht auf diesem Weg zeigen kann.


Liebe Männer: Hört bitte endlich auf, euch zu vergleichen und bei anderen nach Bestätigung und Befriedigung zu suchen. Im Vergleichen ziehen wir immer nur den Kürzeren, Bestätigung von anderen ist niemals nachhaltig und von Dauer. Erkenne, dass du selbst für dein Glück verantwortlich bist. Und das findest du nur in dir selbst.


Ich wiederhole es fast mantrenartig immer wieder aufs Neue: Geh in die Stille und lerne, wieder nach Innen zu lauschen! Nicht beim Fernsehen, nicht beim Sport, nicht beim Bierchen mit Freunden. Sondern nur mit dir. Bringe Yin & Yang in dir in den Ausgleich. Wenn du verstehst, wirklich verstehst, dass unsere Gesellschaft uns immer noch ein so veraltetes Rollenbild von Mann-Sein einredet und du spürst, dass es noch irgendetwas anderes gibt, das dich glücklich machen könnte. Wenn du erkennst, dass du dich anders fühlst, vielleicht sogar manchmal leer und ausgebrannt und du keine wirkliche Befriedigung in deinem Leben erfährst – dann sage ich: Herzlichen Glückwunsch! Denn dann hast du den ersten und wichtigsten Schritt getan, indem du die Illusionen loslässt und dich einer neuen Wirklichkeit öffnest. Und zwar eine, in der du wieder für deine Ziele brennst, mit Feuer und Begeisterung dein Leben meisterst und deine Partnerschaft als größte Quelle deines inneren Wachstums annimmst.


Das, liebe Männer, ist der Weg, den ich anbiete, wenn ich von „Mann-Sein der Neuen Zeit“ spreche. Er ist anders, manchmal herausfordernd und ungewohnt. Er fordert dich heraus auf eine Art, die du bisher wahrscheinlich nicht erlebt hast und er verlangt dir kompromisslose Ehrlichkeit mit dir selbst und deinen Schatten ab. Aber er wird dich auf einer ganz tiefen Ebene nähren, dir neue Klarheit bringen und dich dauerhaft zufrieden machen. Der Weg ist im Kern simpel: Öffne dich deinen Gefühlen. Und trenne dich nach und nach von allem, das dir Ablenkung bringt.


Dann bist du frei. Dann kannst du dich endlich wieder spüren. Dann bist du wieder richtig Mann.


Dein Bastian

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